Privatblogs und das MIssionswesen

oder: Fremdbeobachtung und Selbstbestimmung

Hier schreibt https://thinktankboy.wordpress.com/2011/09/02/der-avaaz-propagandafilm-die-palastinenser-und-greenpeace/#comment-13407, der Detektiv auf einem Blog mit Namen Mission Impossible.

„PS Ja, ja …, die Privatblogs (‘sweetheart’s blog’, ‘Treue Liebe Rahab’ oder ‘TINA’-Blog ebertus), das hat @sweetheart wohl – in einem ihrer klaren Momente – richtig erkannt:“

Was ist Mission Impossible eigentlich für ein Blog? Ist das eine offizielle Website von irgendeiner Organisation oder Redaktion? Sie raten es nicht. Es ist ebenfalls ein Privatblog. Jedenfalls sieht es so aus, obwohl ich hin und wieder auch so allerlei Verdacht hege.

selcarim klagt http://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/f-rubrik-%E2%80%93-islamismus/#comment-13462

„Was ich aber wirklich „witzig“ finde ist, wie oft ich jetzt bereits dort (aber auch im ‘TINA’-Blog von ebertus und im ‘Treue Liebe-Blog’ von rahab) erwähnt wurde …, als hätten die BlogbetreiberInnen keine eigenen Themen. Ständig reagieren sie auf mich, anstatt zu agieren.

Und wenn ich schon morgen, wie vom Erdboden verschluckt sein sollte und Euch niemals mehr im Netz begegnen würde, hättet Ihr Drei dann etwa keine eigenen Themen mehr?

Doch, doch…später vielleicht.

rainer kühn tröstet:

„selcarim, sehr schön: laß sie machen; und auch über mich schreiben sie noch, wo ich wohl in der osnatelARENA stehe bei den großen Spielen, oder was auch immer, aber laß sie, sie wissen nix, sie schreiben sich tot, wenn wir nicht reagieren. sie haben nix. und gut. und sieg mit zwei, drei null. „

Ach ja, wahre Liebe gibts nur unter Männern.

http://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/f-rubrik-%E2%80%93-religion/#comment-13489 erklärt Wolfram Heinrich die Welt

 @WH: Du unterscheidest nicht zwischen Privatforum/-blog und öffentlichem/Kommerziellem Forum usw.. Wer das Hausrecht hat und genervt ist vom Kreisdrehen, dreht halt den Hahn ab, gerade in/bei Privatforen. Na und? Wer damit nicht umgehen kann, hat wirklich ein tieferes Problem.

Alle diese etwas kurzschlüssigen Einwürfe bringen mich dazu, nochmal was Ausführliches zu schreiben

MM gegen MI

(Minimal Manifest gegen Mission Impossible)

Diese Privatbloginitiative hier hat etwas mit kritischer Solidarität mit Rahab und all den anderen Bloggern zu tun, die von Fidelche – verschanzt hinter der verixxxxten Betonmauer – angegangen worden sind. Und mit der Tatsache, dass eine solche Selbstüberhebung, wie sie Fidelche und die Seinen da zelebrieren, eine hübsche spiegelverkehrte Antwort verdient hat.

Er und seine völlig unterschiedlcihe motivierten Mitstreiter – vom Freitag Enttäuschte oder in irgendeinem Gefecht Unterlegene oder anderweitig narzisstisch Gekränkte – Sivlio-gesellten sich hinzu und – Ploppppp war eine Website entstanden, die die Illusion von irgendeinem politischen Aktivismus schuf.

Die Wahrheit ist aber, dass es weder eine Redaktion noch sonstwas gibt, sondern nur einen Fidelche in dreierlei Gestalt und einige Mitschreiber, von denen der eine offensichtlich aus Jux schreibt, andere aus Unterhaltungsfreude und die letzte verbliebene Dame, weil sie auch gern mal vom Leder zieht.

Fidelche hat einen Traum – nämlich den von einem eigenen Reich, in dem er die Regeln aufstellt. Das ginge ja – in einem wirklichen Privatblog – noch an. Aber er nutzt seinen Privatmissionsblog, um von dort aus möglichst geschützt und ohne Folgen, andere Blogger in einem anderen Forum „abzuschießen“. Jetzt melden sich hin und wieder Leute aus diesem FC-Forum – das er für einen Angriff auf die Zivilisation – hält. Und da ist er halt genervt und überfordert und greift zur Zensur, zum xxx, wenn ihm nichts mehr einfällt. Denn nur so gibt es eine „Gleichheit der Waffen“. Er muss das letzte Wort und die Editier-Funktion besitzen.

Und dann hat er auch noch einen persönlichen Humorlevel, der schnell mal eine Morddrohung identifiziert wo ein Scherz unterwegs war.  Immerhin hat kühn, rainer meine Sperrung mit den Worten kommentiert: „Spaß muss sein“.

Ein Privatblog mit Schießstand

Alles solche Albernheiten. Ein Blog, der sich – als Privatblog getarnt- nur dem Bashing eines anderen Forums widmet, ist ein Privatblog mit „Schießstand“ und hat dann eben Probleme.

Dieser Blog hier soll ihm deutlich machen, dass das, was er macht, jederzeit von anderen Bloggern auch gemacht werden kann. Und wenn selcarim fragt, ob dieses Blog kein anderes Thema hat, dann meine ich: Vorerst „Nein“. Aber, mal sehen: Das kann sich alles ergeben. Wie bei der MI ist unser gemeinsames Thema, die Debatte über das, was bei MI so merkwürdig diskutiert wird.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Truelove

Spitzname: Trulla (WordPress-Praktikantin im Einsatz)

Anmerkung: Unübertroffen ist Fidelches höchst problematisches Profil

144 Tage war ich als Blogger „fidelche“ Aufklärungs-Kämpfer im „Hinterland des Feindes“. Als Kämpfer gegen Antisemitismus sprang ich am 23.1.2010 hinter den feindlichen Linien ab. Im Auftrag des progessiven Humanismus unterwegs, hatten die zahlenmäßig übermächtigen Antisemiten und Betonblogger gegen das aufklärerische Wort keine Chance.

Wenn das die israelische Botschaft liest, spendet sie ihm wahrscheinlich eine Uniform mit Zwangsjacken-Eingriff.

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281 Kommentare zu „Privatblogs und das MIssionswesen

  1. Mir fällt es nicht im Traum ein, eine Kritik an Ihrem unsäglichen Blog zurück zu nehmen, nur weil er Sie nach wie vor zwickt und in Ihrer Eitelkeit stört. Oder um irgendwelche Zugeständnisse von Ihnen einzuheimsen; Sie überschätzen sich ganz einfach.

    Es steht jedem frei, sich aus Geschriebenem zu bedienen, so wie es jedem frei steht, Geschriebenes zu goutieren. Wenn Kritik von vor mehr als einem Jahr für Sie immer noch ein Flaschenhals ist, dann frage ich mich, wozu Sie hier überhaupt noch schreiben.

    Fakt ist, in dem Blog des Journalisten Georg von Grote wurde von diesem so geschrieben: „Über die Jahrhunderte der Diaspora hat sich bei Juden – und ich sag jetzt bewußt Juden und nicht Israelis – ein fast schizophrener Verfolgungswahn entwickelt.“ Es steht Ihnen natürlich genauso frei, das zu goutieren, wie immer Sie wollen.

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  2. abgesehen davon, dass ich es für sinnvoll halte, diese debatte in einem eigenen diskussionsstrang fortzusetzen (mal schauen – vielleicht lerne ich ja doch noch zaubern?)

    der grote’sche satz/absatz ist anstößig – aber ob er tatsächlich den tatbestand der volksverhetzung erfüllt?
    ein stichwort, das mir dazu einfällt, habe ich andernorts bereits erwähnt: massada-komplex. das nachdenken über diesen begriff und seine implikationen ist heute dank der forschungen zur 1. und 2. und mittlerweile 3.generation der überlebenden im besonderen und der trauma-forschung im allgemeinen etwas weiter als damals im vergangenen jahrhundert, als mir (und Micha Brumlik) der begriff zum ersten mal begegnete.
    mir fällt dazu im weiteren eine tagung beim zentrum für literatur- und kulturforschung (ZfL Berlin) ein – vielleicht suche ich die mal raus? – die sich mit dem begriff des märtyrers beschäftigte.
    auch dies vielleicht eine möglichkeit, um einen einstieg in eine einigermaßen rationale diskussion (eine jenseits von strafandrohung und persönlicher herabsetzung) zu finden?

    sollte eine solche diskussion nicht gewünscht werden, dann kann ich nur raten, statt korn lieber einen kirsch als absacker zu nehmen.

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    1. Zur Diskussion, nur zu. Hatte ja eingangs überlegt wo das hier einzustellen wäre. Weil einerseits ernsthaft in der Sache, dieser GVG schon relativ durchgeknallt erscheint, aber andererseits die so allgemein schwebende Thematik natürlich über das „quo vadis (israel)“ hinaus geht, einen sehr deutschen drive hat, zunehmend…

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      1. für den fall, forenboy, dass du mit dieser bemerkung etwas (gehaltvolles?) sagen wolltest, dann sag es doch bitte im neu-eröffneten blog „wo, bitte, geht es nach Massada?“

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  3. Btw. und „hier“ eher passend…

    Mittlerweile hat die FC-Redaktion wohl Einiges am/im inkriminierten GvG-Blog gelöscht, nicht die These vom „fast schizophrenen Verfolgungswahn“, sondern eher die Äußerungen derer, welche immer gern mal den persönlichen Kampfhund ausführen.

    Was grundsätzlich -das Editieren derartiger Einlassungen- meine Zustimmung findet, weil im einfachsten, entschuldigend positiv gesehenen Falle ist (fast) „nobody perfect“ und darüber hinaus, weil möglicherweise latent und um in der (virtuellen) Analogie vom Kampfund zu bleiben, dieses Gebaren im Dunkel der ansonsten gern hochgehaltenen Anonymität aus meiner Sicht „irgendwie“ nicht zusammen geht; oder doch?

    Landläufig, pauschal und bestenfalls mit gewissen, eigenen Erfahrungen im realen, erweiterten Umfeld hinterlegt, definieren sich intellektuell eher unterbelichtete Figuren über plakative Äußerlichkeiten; eben nicht zuletzt oder auch über das Halten eines Kampfhundes. Die Erfahrungen auf der SZ konterkarrierten diese, meine bis dato geltende Meinung schon etwas – und diese Tendenz verfestigte sich zunehmend, wird gar aktuell sehr deutlich bestätigt.

    Weil -und das ist eben der Unterschied zu den oft und real intellektuell unterbelichteten, springerstiefeltragenden Glatzen- der verrohende Bildungsbürger in seiner gesellschaftlich und vielfältig gegebenen Funktionalität im Rahmen des Gemeinwesens die wesentlich größere Gefahr darstellt. Eine Gefahr, soweit man von der anonym geäußerten Vulgärakrobatik auf „dann“, und bei Gelegenheit gelebte Realität schließen wollte. Der sog. „Extremismus der Mitte“, die sog. „Banalität des Bösen“ scheint mir da eine wesentliche Denkrichtung vorzugeben, welche (neudeutsch) als „political correctness“ gern auch schon mal bigott verbrämt, als vordergründig entrüstet daher kommt.

    Bin nur der Überbringer der FC-Botschaft…

    Ja, verschwurbelte Philosophie – sorry for that…

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  4. Für mich beweist der Blog wieder nur einmal mehr, dass ein derartiges Thema in der FC nicht diskutierbar ist. Dafür mangelt es einfach an Distanz und Analyse-Willen. Der Diskurs wird auf der Basis persönlicher Empfindlichkeiten geführt und somit geht es auch in Wirklichkeit nur um Persönliches, nicht aber um das Thema oder gar die involvierten Menschen selbst.

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    1. Ich sehe das im konkreten Falle oder auch generell sehr unemotional, eher pragmatisch. Und darüber hinaus natürlich im sprachlichen Kontext sowohl der persönlichen Sozialisation, wie auch der des (möglicherweise relevanten) Kulturkreises. Drei Beispiele:

      1. Mir ist z.B. aus eigener Erfahrung bekannt, dass man in den USA ganz locker mal als „motherfucker“ tituliert werden kann, hierzulande und im Wortsinne übersetzt wohl eine durchaus rechtsrelevante Beleidigung.

      2. Durch eine SZ-Kommentatorin ist mir bekannt, dass in Holland beispielsweise eine sexistisch orientierte Fäkaliensprache nicht ungewöhnlich ist, das (auch) Prollige dort nicht so empfunden wird.

      3. Eigenes (er)leben mit zwei mittlerweile erwachsenen Kindern beinhaltet(e) dahingehend Verantwortung, aber eben keine bigotte political correctness, wenn Kinder das zu Hause nicht so vernommene dann via Kindergarten, Schule etc. mitbringen.

      Ergo: Wer im freud’schen Sinne „das Unbewußte“ nun anonym heraus lässt, hat möglicherweise eine andere, nicht unbedingt schlechtere/bessere, aber eben eine andere Sozialisation hinter sich; die er/sie sich oft nicht einmal aussuchen konnte. Die FC als Vehikel ist dabei im grunde sekundär – woanders ist es auch nicht anders, oder?

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  5. Ob es dem @MP nicht ganz schummerig wird, wegen der Armada von vampyrettigen Fledermäusen, sprich Wiedergängern, deren grimmig skurril zelebrierten Exorzismus dort in der Klärgrube?

    Btw. und damit sich das „Abschmecken“ für einen echten Klärgrubler auch richtig lohnt, so setze ich hier und in aller Bescheidenheit gern mal wieder einen Link auf den eigenen Blog rein. Der Text ist bereits gut zwei Monate alt, wird aber gerade durch die allfälligen, die aktuellen Kommentare auf ein (sogar) sprachwissenschaftliches Niwauuh gehoben; in echt…

    http://notina.net/9a

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    1. schummrig? eher schwummrig, so wie da grad der bär steppt.
      dabei: die mischung aus amendt und fidel-kühn-bumms, die hat doch was.
      da weiß ich nach dem überfliegen, wann die poster wie die zitierten mit dem lesen aufgehört haben.
      nicht, dass lesen alles wäre. aber: etwas ist es schon. und nicht mal das schlechteste.

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    2. Dass ich die Haltung von MP sehr schätze, habe ich schon mehrfach zum Ausdruck gebracht. Das gilt auch für seine Einschätzung in Sachen des despotisch geführten Hetzblogs „MI“ mit seinen max. 5 (in Worten fünf) fanatischen Dogmatikern, die aber mit inflationär erzeugten Nicks eine ganze Armada von „beispringenden“ Usern vorgaukeln, welche dann dort unter falscher Flagge segeln.
      Die haltlosen Vorwürfe, die sich MP zunehmend anhören muss. erinnern mich sogar im Wortlaut an jene, die mir das fidele Sixpack und sein trinkfreudiger arbeitsloser Lektor vor meiner „unehrenhaften Entlassung“ dort machten. The same procedure……
      Da ich MP nicht wirklich unterstellen möchte, dass er mit seinen langmütigen Bemühungen noch immer an eine positive Beeinflussung zum Besseren glaubt, bleibt nur Masochismus als Grund für sein hartnäckiges Verweilen dort übrig. 🙂

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      1. da wandle ich mal den berühmt-rüchtigten korinther-spruch ab in: und die hoffnung ist die größte unter ihnen.
        das dumme ist nur, dass mit hoffnung dem fidelen kardinal-fehler nicht beizukommen ist.
        der beruft sich zwar auch auf Adorno/Horkheimer, abe wohl nur, weil das chic aussieht. denn mit Sarte und Améry glaubt er fest daran, dass antisemitismus eine eigenschaft sei, welche zur menschlichen grundausstattung gehört – er anthropologisiert also den antisemitismusbegriff der kritischen theorie. dabei kommt weder gute kritik noch gute theorie raus – nur miese politik.

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  6. Heute, beim zwanglosen Surfen, im Grunde auf Wagners Spuren, zu dem bzw. zu denen ich dann einen kleinen Text auf meinem Blog geschrieben habe, da erschien nach irgendwelchen angeklickten, vermeintlich weiterführenden Links das ultimative Lexikon des anonym-klärgrubigen Grauens ; faszinierend.

    Zwei -und wohl aktuell gepflegte- Auflistungen unterteilt nach Individuen bzw. Institutionen zeigen das ganze Elend, an denen die selbst ernannten, ziemlich besten Freunde Israels, hierzulande leiden. Die einzelnen Links führen in der Regel zu einer weiteren klärgrubig-anonymen Seite, wo das „Opfer“ dann virtuell geschlachtet wird. Warum die anderen, rund sieben Milliarden Menschen dieser Erde noch nicht aufgenommen wurden, die (weltweit) ebenfalls Millionen von Organisationen und Institutionen, das liegt mit Sicherheit an der begrenzten Kapazität des Erstellers. Vielleicht könnten die sichtlich unterbeschäftigten Wiedergänger des Fidelen da etwas aushelfen; weil eben „alles Antisemiten, außer Mutti“. So have a look:

    Die Einzelpersonen: http://notina.net/b7

    Die Institutionen: http://notina.net/b8

    Wohl bekomm’s, wenn die Listen natürlich auch „vice versa“ zu lesen wären…

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      1. Gemach, wir kommen doch alle da rein; oder bist Du „die“ Mutti?

        Und unsere Hauskatze habe ich nach der gestrigen, entsprechenden Drohung meinerseits heute noch nicht gesehen.

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      2. Das Verhältnis mit der Katze zu normalisieren, das hat heute ein kleines Vermögen an besten Leckereien gekostet. Faszienierend, wie und wo diese Antisemitismuskeule wirkt.

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  7. Passt hier zwar nicht ganz rein, müsste bei Bedarf separat ein Thema werden, aber falls dem Fidelen die gebetsmühlenartig zelebrierten Blut- und BodenThemen ausgehen, der bekanntermaßen antideutsch-zweckentfremdete Adorno selbst für den Lektor auch nichts mehr her geben, so wäre ein Blick auf die (globale) Gegenwart und mehr noch Zukunft durchaus zu empfehlen, gar angesagt:

    The Israeli Presidential Conference 2012

    Leider wieder alles in einer Sprache, die weder in Wanne-Eickel noch Out of Rosenheim wirklich verstanden wird, und wo nach der „Speakers List“ -soweit mir die Namen bekannt sind- eher das Weltbild der konservativen, alten Männer gestreichelt werden soll, aber immerhin!!!

    Aber immerhin, der einleitende Text deutet gewisse „Probleme“ zumindest an, soweit man sie mittels „Bomb, bomb, bomb the Iran“ auch nicht wirklich wird lösen können. Und!!!? Mit Peter Beinart ist ein bekennender Befürworter des Boykotts israelischer Waren aus den besetzten Gebieten auf der Sprecherliste, einer, der über mögliche, israelische Apartheid laut nachdenkt.

    Btw. Beinart steht (noch?) nicht auf der oben genannten „Liste des Grauens“…

    http://notina.net/b9

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    1. „Anything that flies, on anything that moves“

      Der „alte Mann“, von dem dieser Spruch stammt, der ist bei der genannten Konferenz ebenfalls dabei. Das sollte bei den hierzulande selbsternannten Freunde Israels zumindest ein gewisses Interesse wecken, sie gar zu bombigen Begeisterungsstürmen hinreissen, auch wenn des Fidelen Leib- und Magenlektüre damals noch unter anderen (Besitz)verhältnissen auf der gegenüberliegenden Seite der Barrikade stand. Dumm nur, dass die Geschichte dann doch leidlich schief ging, erst 2002/03 wieder richtig bombardiert werden durfte – und diesmal mit „konkret“ auf der richtigen Seite.

      Bomb, bomb, bomb – hier gern nachzulesen: http://notina.net/ba

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  8. An old one, but still running….

    Die Panzerknacker in der Klärgrube versuchen, ergötzen sich einmal mehr am einäugigen, antideutschen Wesen einschließlich der gewohnten, der heimeligen Feindbilder.

    Judith Butler und Peter Beinart beispielsweise hätten -wegen dem „heute“- zu diesem Holztext vom „Judenboykott“ doch mit aufgenommen werden müssen; möglicherweise auch Noam Chomsky. Nicht um sich mit denen, kritischen amerikanischen Juden inhaltlich auseinandersetzen zu wollen – da sei mindestens Broder vor, dicht gefolgt vom Konvertiten Kramer und der Ex-IM Kahane. Aber in dem Kontext und wenn auch sichtlich würgend wenigstens benennen und anschließend d’reinschlagen; das wäre doch zu erwarten gewesen.

    So have a creepy look: http://notina.net/g8

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    1. ausgehend von
      http://972mag.com/poll-israelis-support-discrimination-against-arabs-embrace-the-term-apartheid/58258/
      zu http://www.haaretz.com/news/national/survey-most-israeli-jews-would-support-apartheid-regime-in-israel.premium-1.471644
      sollten die beknackten sich wohl mal besser fragen, wieviele israelis mittlerweile ’sich selbst‘ boykottieren würden. und dies, was die besetzten gebiete angeht, auch tun. jedenfalls soweit sie von sich aus die möglichkeit haben, bestimmte dinge zu meiden und bestimmte dinge zu unterstützen.
      denn das allerkomischste an BDS ist ja, dass beispielsweise für den boykott israelischer akademischer und anderer einrichtungen dieser auch von innerhalb israels unterstützung erfährt.
      beim südafrika-boykott war dies ebenfalls zu beobachten.

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      1. Medien wie Haaretz sind wohl ebenfalls „Antisemitische Drecksblätter“, zumindest in der kleinen Welt dieser zwei Verbliebenen; wenn sie ihre Feindbilder mal wieder richtig pudern und fönen, knallhaart entlarven; statt das bestenfalls rudimentäre Englisch mal etwas zu verbessern und die Klappe von dem einen Auge nehmen.

        Das ernsthaft bedenkenswerte ist wohl dieses Grundsätzliche, Breitenwirksame. Der von Avraham Burg beschriebene „Bildungskanon“ hat sich verselbstständigt, weit über schnöde „education“ hinaus:

        The findings don’t reflect a failure in education, as some might argue, but rather the inherently discriminatory nature of the state and the result of decades-long occupation„.

        —–

        Was nicht zuletzt -und dabei kommt Larry Derfner wieder ins Spiel- eine möglicherweise neue Regierung dann und sehr bewußt noch weiter nach rechts rücken lässt:

        By unifying himself and the country’s ruling party with an internationally despised neo-fascist, Netanyahu has brought Israel a sizable step closer to the limits of Western tolerance. Ultimately, that’s good news„.

        Starker Tobac: „despised neo-fascist“! Gibt es das in Israel? Darf es dort dieses Denken geben? Möglicherweise regierungsamtlich? Das sollte mal hierzulande einer aus Wanne-Eickel so schreiben…Da gibt es dann garantiert keine Broder-Toleranz.

        Ok, das mit den dahingehend „guten Nachrichten“ hat natürlich etwas von Resignation und Fatalismus. Aber nach dem Tal der Tränen wird es möglicherweise besser, falls Netanjahu nicht die komplette Herde über die Klippen führt; was Derfner auch schon mal genau so, so apokalyptisch an die Wand malte.

        The Bibi-Lieberman deal: http://notina.net/gb

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    2. das umfrage-ergebnis kommentiert Carlo Strenger so:
      „The survey published by Haaretz on Tuesday is deeply unsettling. It shows that 69 percent of Jewish Israelis would not want to give 2.5 million Palestinians the right to vote if the West Bank is annexed. 59 percent think that Jews should have preference over Arabs in admission to job in ministries.
      I have some problems with the use of the term “apartheid” in the poll’s methodology. It is unclear whether most respondents know the exact meaning of the term; and many of the questions do not pertain to essential elements of apartheid as it was practiced in South Africa.
      This being said, the poll no doubt shows profoundly upsetting erosion in Jewish Israelis’ belief in universal human rights. Most Jewish Israelis acquiesce in discrimination against Arabs on the ground of ethnicity and or religion. If true, this points to a moral and political decline of frightening proportions.
      Beyond outrage and despair, this poll’s results require dispassionate analysis. Human nature is the same everywhere. Israelis are not more racist or xenophobic by their genetic endowment than any other group. Why then this rise in racism and xenophobia and, in particular, a deep hatred and distrust of Arabs?
      Psychological research in the last decade shows that most human beings, when under threat, tend to become more conservative. They favor their own group (nation, ethnicity, religion) and develop more negative attitudes towards other groups. Politically this leads to an inevitable move towards the right and erosion in tolerance for difference. In addition it leads towards increased endorsement of violence, particularly in those who were on the right to begin with.
      This seems to explain the survey’s results: Israelis have certainly have had their shares of objective threat. They live under the shadow of the 1948, 1967, and 1973 wars in which Israel’s survival was threatened. Almost all of them have lived through the second intifada, the shelling of southern Israel and Hezbollah’s attacks on Israel’s north.
      But something in this view is misleading: the threat on Israel’s existence has objectively decreased in the last decades. The 1948, 1967, and 1973 wars indeed threatened Israel’s survival. The country’s current situation, while far from comfortable, is quite different: No Arab country can threaten Israel’s existence today, even though particularly Hezbollah has the means to make life here quite impossible for a protracted period of time. Why then has the country moved so enormously to the right when its actual existence is much safer?
      One answer, of course, is the possibility of Iran’s acquiring nuclear capability. While nobody in Israel or the West looks at this option calmly, Netanyahu has built his outgoing term as prime minster on the case that this means a potential Holocaust, thus increasing the perception of the threat enormously. He has been doing so against the explicit position of most of Israel’s security establishment, but his technique of fanning existential fears seems to be achieving its purpose: Israelis feel mortally threatened. As psychological research predicts, they become more xenophobic and racist – and are hence more likely move even further to the right.
      But I think there is an additional reason for the rise in racism. Israel has been occupying the West Bank for more than two thirds of its history now, and has discriminated against Israeli Arabs all along. All Israelis understand that the country cannot be both Jewish and democratic if Israel continues to hold on to the West Bank. But Israel’s political right, which has largely ruled the country for more than half of its existence, claims that Israel cannot or must not withdraw from the West Bank either on theological grounds or because this would endanger Israel’s security.
      Psychological research has shown for many decades that human beings are incapable of seeing themselves as bad in the long run. If a group does something that is immoral under a given value system, it cannot in the long run bear the cognitive dissonance. As a result it will tend to change its value system in order to avoid feeling bad, guilty or ashamed.
      The implications for Israel are clear: The longer Israel holds on to the territories, and discriminates against Israeli Arabs the stronger the psychological need to adjust core values, to avoid feeling bad. If Israel has ruled over Palestinians for so long without giving them political rights, the consequence will be to simply say that it is justifiable to discriminate against Arabs.
      This week’s survey is the result of the decade-long rule of the right in Israel: the combination between fear mongering and the settlement project almost inevitably leads to the rise of racism and xenophobia.
      But the result is not completely inevitable. Recent research demonstrates that people with strong universalist-liberal values do not move to the right under threat. They neither endorse more violence, nor do they become more xenophobic. But Universalist-Liberal values are now in a minority position in Israel, as this survey, along with other recent research show consistently.
      Israel could therefore avoid an erosion of democratic value through emphasis on universalist-liberal values in education. But Education Minister Gideon Saar has systematically been replacing education towards democracy with chauvinist indoctrination in the secular school system.
      This trend is likely to intensify: The current survey shows that the more religious Israelis are, the more they are likely to endorse discrimination. More than half of Israeli Jewish children are today in religious schools that teach children that Jews are the Chosen People and do not teach democratic values – and their proportion in the population is growing.
      None of this bodes well for the future of Israel’s democracy.“
      wer mag zec. kann hier http://www.haaretz.com/blogs/strenger-than-fiction/the-psychology-of-israel-s-declining-democracy.premium-1.472013 auch noch die kommentare lesen.

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      1. Erst mal Danke! für den (abermaligen) Anstoß, nun endlich bei Haartez für diese 10 kostenlosen Artikel zu registern. Gesagt, getan, den Artikel gespeichert und ausgedruckt – Auftakt möglicherweise zu einer kleinen Sammlung.

        And like Strenker I have also some problems, not even with the term „apartheid“ that might be discussed, but overall with paycontent.

        Aber immerhin ist Strengers aktuelles Thema nicht wirklich dieses „fundamental problem“ (ein von Strenger gern verwendetes Attribut), so wie in seiner Replik auf A.B. Yehoshua verwendet, dessen Postulat vom „complete Jew vs. partial Jew“, welches alle in der Diaspora lebenden Juden zu eben diesen zweiter Klasse macht.

        Ok, zu Strengers aktuellem Text gäbe es Einiges zu sagen, zu unterstreichen, aber auch zu hinterfragen. Nur scheint mir der Fred hier eher nicht so geeignet, wertet die Klärgrubler gar auf und gibt den Panzerknackern ein eh‘ nicht verständliches Futter; ist das wie mit den Perlen vor die …

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    3. Hallo Ebertus
      Vielen Dank für den Hinweis. Richtig toll fand ich das hier: Zitat Fidelche 29. Oktober 2012 00:54:
      „Theoretisch konnte der SA-Scherge, der 1933 vor den jüdischen Geschäften stand,
      nach 1945 sagen können, er habe die sechsmillionenfache Ermordung der Juden nicht gewollt. Im Gegensatz zu dem SA Mann von 1933 ist den aktuellen Boykotteuren bekannt wohin ein Boykottaufruf gegen Juden führen kann. In diesem Punkt hat der SA Mann von 1933 einen moralischen Vorteil gegenüber dem aktuellen Juden-Boykotteur, bei aller Ungleichheit der Durchführung des Judenboykotts.“
      Die SA als moralische Instanz, darauf muss man erst einmal kommen…

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      1. das ganze teil lautet so:
        „Unbestritten ist, dass es 1933 mehr Juden in Deutschland gab als 2012 und richtig ist auch, dass sich das Gesellschaftbild der Deutschen in den letzten 80 Jahren verändert hat. Umso schlimmer ist es, wenn trotzdem die aktuellen Juden-Boykotteure offenbar nichts dazugelernt haben. Wieso man die Boykottaufrufe deshalb nicht vergleichen dürfte ist mir rätselhaft.

        Theoretisch konnte der SA-Scherge, der 1933 vor den jüdischen Geschäften stand, nach 1945 sagen können, er habe die sechsmillionenfache Ermordung der Juden nicht gewollt. Im Gegensatz zu dem SA Mann von 1933 ist den aktuellen Boykotteuren bekannt wohin ein Boykottaufruf gegen Juden führen kann. In diesem Punkt hat der SA Mann von 1933 einen moralischen Vorteil gegenüber dem aktuellen Juden-Boykotteur, bei aller Ungleichheit der Durchführung des Judenboykotts.

        Der Boykottaufruf der Nazis galt den in Deutschland lebenden Juden, die Boykottaufrufe von Pax Christi, BDS und Co. beziehen sich auf die Juden in Israel, dem Judenstaat. Die BDS Kampagnen richten sich nicht “nur” gegen Produkte aus den “besetzten Gebieten”, sie richten sich gegen ganz Israel, siehe die Boykottaufrufe in den Bereichen Tourismus, Wissenschaft, Kultur usw. Dazu einfach mal eine antisemitische BDS Seite auf sich wirken lassen. Die Nazis wie die aktuellen Juden-Boykotteure hatten und haben kein rationales Argument für ihren Boykottaufruf. Antisemitismus ist nun mal irrational.“

        mit antisemtische BDS Seite ist diese gemeint http://www.bds-kampagne.de/

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      2. @Daniel Domeinski

        Irgendwie konsequent, diese (beinahe) Laudatio auf den SA-Mann. Schließlich sind die sog. Antideutschen doch die spiegelverkehrten „richtigen“ Deutschen, wie das nicht zuletzt Robert Kurz in 2003 und im Detail analysierte. Den kritischen Juden in aller Welt immer mal wieder richtig zeigen, wie das hierzulande (anti)deutsch so lang geht; auch beinahe siebzig Jahre später noch.

        Ansonsten natürlich der weitgehend sektenhafte Blick aus der bestenfalls Schlüssellochperspektive. Was international und gern kontrovers, dennoch oft seriös diskutiert wird, das interessiert den gestandenen Antideutschen nebst geistigen Vaterfiguren eher wenig. Das ist wohl wie „from outer space“ für die Klärgrubler; Haaretz et al. ein „no go“, selbst rudimentäre Englischkenntnisse mal unterstellt. Und Adorno kann sich gegen die sehr selektive Vereinnahmung ja nicht mehr wehren; was ebenfalls Robert Kurz thematisierte.

        Ein schönes Beispiel sind die immer mal wiederkehrenden Gaza-Flotillen. Wenn -wie vor Jahren- neben den weitgehend internationalen Teilnehmern mal einige Deutsche dabei sind, dann kriegen die hierzulande ziemlich besten Israelfreunde gleich den Herzkasper. Ansonsten, gerade kürzlich und von @Rahab hier via „mal wieder“ kurz angesprochen, kräuselt keine Welle die Oberfläche der Klärgrube.

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